Schülerbesuch aus Rehna

Unsere Kursleiterin Frau Rüthenbudde leitet seit Mitte der 90er Jahren einen Kurs an der Schule ,,Käthe-Kollwitz“ in Rehna, in dem Sie sich zu Herzen nimmt, jungen Leuten den richtigen Umgang mit Tieren beizubringen.

Ich besuche diesen Kurs nun seit zwei Jahren und kann mein Wissen über die Tier- und Menschenwelt immer mehr erweitern. Zum einen versucht sie uns zu vermitteln, Tiere richtig einzuschätzen und auf ihre Bedürfnisse einzugehen. Zum anderen macht sie uns auf Missstände in der industriellen Tierhaltung aufmerksam, in dem wir Vorträge halten und unsere Meinungen dazu in Form von Diskussionsrunden preisgeben.

Zu Beginn bearbeiten wir theoretische Themen und lernen anhand von Spaziergängen mit unseren Hunden die Praxis. Sie möchte damit erreichen, dass junge Menschen die Verantwortung erkennen, die jede Tierhaltung mit sich bringt, und es dadurch mehr verantwortungsbewusste Tierbesitzer gibt. Wir besuchten auch unter anderem das aktion tier-Tierheim Roggendorf. Dort wurden wir in zwei Gruppen eingeteilt. Die eine Gruppe ging in das Katzenhaus, und den anderen wurden ein bis zwei Hunde zur Verfügung gestellt, mit denen wir spazieren gingen. Ich fand es ein wenig schade, da ein Hund meist „zu wenig“ für ca. 5 Leute war. Andererseits verstehe ich dies auch, weil das Tierheim uns keiner Gefahr aussetzen wollte und uns deshalb nur die Hunde gab, bei denen es mit Sicherheit keine Probleme geben würde.

Vor kurzer Zeit machte ich ein zweiwöchiges Praktikum auf dem Hof aktion tier Seefeld, den ich daraufhin meinem Kurs vorstellte. aktion tier Seefeld ist ein Hof für Tiere verschiedener Art, die entweder nicht mehr gewollt werden oder auf Grund von schlechter Haltung dort hinkommen, um dann ein friedliches Leben genießen zu können. Mir fiel auf, dass jedem die Arbeit auf diesem Hof viel Freude bereitet und dort generell eine sehr angenehme Stimmung zwischen den Menschen untereinander, sowie zwischen Tier und Mensch herrscht. Wir waren alle begeistert vom Konzept. Auf Grund der Tatsache, dass dieser immer freiwillige Helfer sucht, entschieden wir uns dazu, dort mit anzupacken.

Da der Hof durch Spenden am Leben erhalten wird, freuen sie und die Tiere sich stets über finanzielle Unterstützung. Die Arbeit mit Tieren kann sehr zeitaufwändig und manchmal auch etwas anstrengend sein, demnach sind freiwillige Helfer dort gern gesehen. Auch Kinder sind immer erwünscht, denn so wie es auf dem Hof so schön heißt: ,,Was Kinder nicht kennen, lernen sie nicht lieben – was sie nicht lieben, schützen sie nicht.“

Die Aufgaben sind sehr vielfältig gestaltet, zum Beispiel durften wir uns am ersten Tag erst einmal mit allen Tieren vertraut machen und ergriffen die Initiative, die Esel zu putzen. Zudem müssen auch täglich alle Ställe frisch ausgemistet und wieder sauber eingestreut werden. Jedes Tier benötigt frisches Wasser und Futter, Streicheleinheiten gehören natürlich auch dazu. All diese Aufgaben erledigen wir mit viel Freude, wenn wir zu Besuch kommen. Wir sind beeindruckt von der Vielzahl an Tieren. So erhielten wir Einblicke in die Verhaltensweisen und Bedürfnisse von verschiedenen Tierarten, wie zum Beispiel Pfauen, Schweine, Pferde, Alpakas und viele mehr. Wir freuen uns Tieren auf dieser Weise helfen zu können, sowie den Umgang mit ihnen zu erlernen.